Nur mit Vinyl fühlt es sich richtig an –
warum ein Discjockey Schallplatten auflegen muss!

Wieder da – oder war sie nie weg? Wenn dann endlich auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung über die Renaissance der Vinyl-Platte schreibt und das Comeback der Schallplatte erkannt hat, oder gar die Freie Presse Erzgebirge noch einen Schritt weiter geht und die Rückkehr der Schallplatte am DJ-Pult feiert, kann man eigentlich sicher davon ausgehen, dass das Thema schon wieder durch ist und es dringend angeraten ist, die Finger davon zu lassen. Wir schauen trotzdem mal.

Vinyl im Trend?

Seit Jahren schon wird die Rückkehr der „guten alten“ Schallplatte frenetisch gefeiert, obwohl sie doch totgesagt war, verstaubt und etwas für das Technikmuseum.
Ein Blick auf die Zahlen und Statistiken der Musikverkäufe zeigt, dass im Jahr 1997 die CD ihren Siegeszug bei Musikkäufern abgeschlossen hatte, in 1997 wurden CDs im Wert von 2,3 Mrd. € verkauft, und es gab sogar noch Menschen, die Musikkassetten kauften. Was es nicht mehr gab, waren nennenswerte Umsätze im Bereich Vinyl. In kleinen gallischen Dörfern mag es anders gewesen sein, aber die sind schwer zu finden.

Aufkommen der Streaming-Dienste

In 2004 drehte sich der Wind erneut, legale Streaming-Dienste gewannen an Bedeutung, und der Niedergang der kalten, herzlosen CD begann. Und zwar unaufhaltsam. (Vgl. Statistik der B&W Group ). Schon heute weiß der eine oder andere Hip-Hop-Konsument damit nichts mehr anzufangen, Musik gibt es nur noch online. Und die Vinyl-Schallplatte?

Vinyl-Verkaufszahlen steigen

Die Verkaufszahlen für Vinyl steigen, eigentlich waren ihre Freunde ja nie weg. Unter der Vielzahl der Verkäufe anderer Tonträger waren die Käufer und Liebhaber schwer zu entdecken. Immer mehr Plattenspieler verschwanden bestenfalls im Keller oder wurden direkt entsorgt. Aber: Die Verkaufszahlen steigen wieder, wie die Grafik der B&W Group zeigt: 

Grafik über die Umsätze der Tonträger, Vinyl steigt wieder an

Umsatzentwicklung der Tonträger

Quelle: B&W Group, Schweiz http://www.bwgroup.ch/2018/01/12/ein-verblueffender-trend-vinyl-boom-fakten-und-hintergruende-teil-1/

Und: Musik hat eine Seele, sie besteht nicht nur aus Bits und Bytes, sondern aus Erinnerungen und Emotionen, nicht aus URLs. Jedenfalls für viele, und immer noch für viele DJ´s.
Einer der bekanntesten DJ´s und Produzenten unserer Tage, der Brite Theo Parrish, stellt seine Sicht im Video-Interview vor, der wir uns gerne anschließen.


Theo Parrish beim Plattenkauf

 

Unsere DJ´s legen Vinyl auf

Unser Publikum beim Quartalstänzer weiß, dass wir auf Vinyl stehen, und dass unsere DJ´s diese Liebe teilen. Sie gehen mit, tanzen, lieben die Musik der Platten. Kein Blick auf die Playlist im iPhone, sondern die hektische Suche in der Plattenkiste.

Wir freuen uns, dass immer mehr Leute das so sehen.
Bis bald!


1 Kommentar

music-melody.com · 29. November 2020 um 17:40

Ja, mit Vinyl auflegen ist schon etwas Besonderes. Und es ist unbestreitbar, das Vinyl ohne PC zur Hilfe wahres können ist!
Aber ansonsten ist es mir egal, wenn das Set knallt dann knallt es… Schlecht auflegen kannst du Digital genauso wie mit Vinyl.
Auf jeden Fall solltest du als DJ alles aus deinem Setup rausholen können, also die Leistung die dir vorliegt auch wirklich abrufen und benutzen können?
Ob Digital oder Vinyl ist mir persönlich dabei völlig egal, Hauptsache wir bringen die Menschen zum Tanzen, darum geht es doch letzten Endes 🙂

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